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Geschichte einer sehr mutigen Kuh
Am 1. Januar 2007, beim traditionellen Neujahrs-Skispringen in Garmisch-Partenkirchen ist etwas ungeheuerliches geschehen:
Eine bereits fertig bemalte Kultur-Kuh der Garmisch-Partenkirchener Kulturkuhparade 2007 hat sich klammheimlich in das Skistadion geschlichen. Aber was hatte das für einen Grund, dass eine einzelne Kultur-Kuh so ein Wagnis eingeht?
Die vorwitzige, und auch etwas neugierige „Schanzenkuh“ von Toni Guggemoos wollte doch nur auf das besondere Ereignis bei dem Neujahrs-Skispringen 2007 hinweisen:
Nach 55 Jahren fand dieses Skispringen das letzte Mal auf der alten Schanze statt. Im Jahr 2008 steht bereits eine neue, sehr moderne Skisprungschanze. Wie das bei einer richtigen „Schanzenkuh“ auch sein muss, ist natürlich sowohl die alte, wie auch die neue Schanze auf der Kultur-Kuh künstlerisch verewigt.
Damit auch die ganze Welt davon erfährt, hat sich die Schanzenkuh eigenmächtig in das Skistadion geschlichen und sich auch noch - frech wie Oskar - vor die TV Kameras von RTL gestellt, wo sie auch gebührende Aufmerksamkeit erhielt:
Während die ehemaligen Skisprung-Kanonen interviewt wurden, zeigte sich die Schanzen-Kuh ganz stolz von allen Seiten. Dabei konnte der aufmerksame Fernsehzuschauer sehen, dass auf der rechten Seite der Kuh die alte Schanze künstlerisch gestaltet wurde und auf der linken Kuhseite bereits die neue Sprungschanze abgebildet war. (Künstlerin ist Mayra Gfall aus Lindau)
Der zweite Grund warum sie sich ins Stadion geschlichen hat ist: Die Schanzenkuh ist ein ausgesprochener Fan der Skisprung-Elite und zudem auch noch eine Autogrammjägerin. Wer wagt gewinnt dachte sie sich – und was keiner für möglich gehalten hätte, sie hat es geschafft, dass die ersten drei Sieger sich auf der Schanzenkuh mit ihren Unterschriften verewigt haben, und zwar auf der Seite auf der noch die alte Schanze abgebildet ist.
Das war ein aufregender Tag aus dem Leben einer Garmisch-Partenkirchener Kultur-Kuh, die sich etwas frech und neugierig auf den Weg machte um Garmisch-Partenkirchen zu erkunden.
Man kann ihr deshalb doch nicht böse sein? Oder?
Jetzt ruht sie sich erst mal aus, damit sie fit ist für den großen „Almauftrieb“
am 21. April 2007 in Garmisch-Partenkirchen am Rathausplatz.
(Hoffentlich fällt sie da nicht wieder aus der Rolle.)
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